Shopify vs. Shopware:
Der ehrliche Vergleich 2026.
Wir bauen seit 2018 auf beiden Systemen — und sehen, wo die Marketing-Versprechen aufhören und der Alltag beginnt. Hier ist unser ungeschönter Vergleich für DACH-Unternehmen, mit echtem 2026er Pricing, 3-Jahres-TCO (Spoiler: bis zu €47.000 Differenz), und klarer Empfehlung je Szenario.
- Du willst in 8-12 Wochen live gehen, nicht in 6 Monaten
- Dein Sortiment ist standardisierter D2C-Konsumartikel (Mode, Beauty, Home)
- Du brauchst international skalierbares Hosting ohne Server-Verantwortung
- Dein Team ist klein und soll selbst pflegen können — ohne Dev für jedes Update
- Du planst Multi-Market mit 5+ Sprachen und Währungen
- Du hast komplexe B2B-Szenarien mit Kundenhierarchien, Genehmigungsprozessen, individuellen Preislisten
- Du verkaufst erklärungsbedürftige Produkte (Maschinenteile, Medizin, e-Bikes) mit Konfigurator-Logik
- DSGVO-native Datenspeicherung in deutschem Rechenzentrum ist Pflicht (z.B. öffentlicher Sektor)
- Du brauchst tiefe Anpassungen am Backend-Code, nicht nur am Frontend
- Du hast eine bestehende deutsche IT-Infrastruktur (ERP, PIM), die enge Integration braucht
Shopify vs. Shopware auf einen Blick.
14 Kriterien, ehrlich verglichen. Grün = klar besser, grau = neutral / vergleichbar.
| Kriterium | Shopify | Shopware |
|---|---|---|
| Hosting-Modell | Cloud (Shopify) | Self-Hosted oder Cloud |
| Einstiegspreis / Monat | ab €33 (Basic) | ab €0 (Community Edition) |
| Time-to-Market | 4-12 Wochen | 12-24 Wochen |
| B2B-Features nativ | Plus-only (€2.300+/Mo) | Native, alle Editions |
| DSGVO-Datenstandort | EU (Irland) + USA | EU / Self-Host frei wählbar |
| App-Ökosystem | 8.000+ Apps | ~1.500 Plugins |
| Code-Anpassung | Liquid + APIs | Voller Source-Code |
| AI-Features 2026 | Shopify Magic (nativ) | Shopware AI Copilot |
| Wartungsaufwand | Shopify übernimmt | Eure IT (Self-Host) |
| Multi-Store / Multi-Brand | Plus-only (10 Stores) | Native, unbegrenzt |
| Internationalisierung | Native, 20+ Sprachen | Plugin + manuell |
| DACH-Marktanteil 2026 | ~40 % KMU | ~30 % Mittelstand |
| SEO-Granularität | Mittel (URL-Restriktion) | Hoch (volle Kontrolle) |
| 3-Jahres-TCO (€1,5M Umsatz) | ~€114.000 | ~€162.000 |
Shopify und Shopware — zwei Welten, ein Ziel.
Shopify ist eine kanadische Cloud-Plattform mit über 4 Millionen aktiven Shops weltweit und nahezu 40 % Marktanteil bei deutschen KMU. Du buchst einen Plan, der gesamte technische Stack (Hosting, Sicherheit, Updates, CDN, Skalierung) wird von Shopify übernommen. Du bezahlst Monatsmiete + Transaktionsgebühr und konzentrierst dich darauf, zu verkaufen.
Shopware ist eine deutsche Open-Source-Plattform aus Schöppingen, NRW. Sie ist tief im DACH-Mittelstand verankert: laut Statista (2024) nutzen sie rund 30 % der mittelständischen Onlineshops in Deutschland. Du kannst sie selbst hosten (Community Edition, kostenlos) oder als Managed-Cloud beziehen — und hast im Code-Zugriff praktisch keine Grenzen.
Der wichtige Unterschied: Shopify schickt dich auf eine breite, gut asphaltierte Autobahn mit Geschwindigkeitsbegrenzung. Shopware gibt dir ein Auto mit Geländegängigkeit — du kannst überall hinfahren, brauchst aber einen guten Fahrer.
Cloud-Magie oder volle Kontrolle?
Shopify ist Cloud-managed end-to-end. Die Plattform garantiert 99,99 % Uptime, übernimmt Updates monatlich, skaliert automatisch bei Black-Friday-Traffic-Spitzen und liefert ein globales CDN. Du brauchst kein Ops-Team, keinen Sysadmin, keinen Sicherheits-Verantwortlichen für die Shop-Infrastruktur. Diese Bequemlichkeit hat einen Preis: du kannst keinen Code auf Server-Ebene anpassen. Du arbeitest mit Liquid-Templates, Apps und der Storefront-API — innerhalb des Shopify-Frameworks.
Shopware lässt dir die Wahl. Die Community Edition ist kostenlos, du brauchst aber einen eigenen Server (Hetzner, IONOS, AWS — alles möglich), kümmerst dich um Updates (kritische Security-Patches monatlich), Backups, SSL-Zertifikate und Skalierung. Im Gegenzug hast du vollen Zugriff auf den Symfony-basierten PHP-Code. Du kannst jede Backend-Logik anpassen, eigene Plugins schreiben, das Datenmodell erweitern.
In der Praxis bedeutet das: Bei Shopify rennt euer Shop am Black Friday — bei Shopware nur, wenn euer Hosting korrekt vorbereitet ist. Wir haben Shopware-Migrations erlebt, bei denen die Self-Hosted-Variante an dem einen Tag im Jahr zusammenbrach, wo sie performen sollte. Cloud-Shopware (Subscription-Modell mit Shopware als Hoster) löst das, kostet aber ~€2.000-3.000/Monat.
- Null Wartungsaufwand auf Plattform-Ebene
- 99,99 % Uptime ohne eigene SLAs
- Automatische Skalierung bei Traffic-Spitzen
- Globales CDN inklusive
- Monatliche Plattform-Updates ohne Risiko
- Voller Server-Zugriff für Custom-Logik
- EU-Hosting frei wählbar (Hetzner, OVH, IONOS)
- Datenmodell erweiterbar
- Symfony als professioneller PHP-Stack
- Self-Hosted ohne monatliche Lizenz-Kosten möglich
Bei Shopify rennt euer Shop am Black Friday. Bei Shopware nur, wenn euer Hosting korrekt vorbereitet ist.
Wer ist im Alltag schneller produktiv?
Wenn jemand aus dem Marketing-Team einen neuen Artikel anlegt, ein Kollege eine Preisaktion startet oder das Sekretariat eine Bestellung storniert — wie viel Klick-Reibung entsteht?
Shopify gewinnt hier deutlich. Das Admin-Backend ist seit Jahren auf Einfachheit getrimmt: Produkt anlegen dauert 90 Sekunden, Rabatte erstellen sich in vier Klicks, Bestellungen verwalten ist nahezu mobil-tauglich. Selbst Mitarbeiter ohne E-Commerce-Erfahrung sind nach einem halben Tag produktiv. Aus Agentursicht: wir verbringen 70 % weniger Onboarding-Zeit bei Shopify-Kunden.
Shopware ist mächtiger, aber komplexer. Die Backend-UI wurde mit Shopware 6 modernisiert (Vue.js, Admin-API), ist aber für Power-User gedacht. Workflows wie Massendaten-Import, B2B-Genehmigungsregeln oder Custom-Felder bietet Shopware in einer Tiefe, die Shopify ohne Custom-Apps nicht erreicht — der Trade-off ist eine steilere Lernkurve. Neue Mitarbeiter brauchen 1-2 Wochen ernsthafte Einarbeitung.
Faustregel: Shopify für Teams unter 10 Personen ohne dedizierten E-Commerce-Manager. Shopware ab dem Punkt, an dem ihr einen Vollzeit-Shop-Verantwortlichen oder eine dauerhafte Agentur-Betreuung habt.
Welches System für welches Geschäftsmodell?
Hier liegt der härteste Trennstrich. B2B mit komplexen Geschäftsregeln gehört Shopware, und das deutlich.
Shopware bietet nativ — also ohne Premium-Tier oder Plugin — Unternehmenshierarchien (Mehrere Besteller pro Kunde mit individuellen Limits), Genehmigungs-Workflows (Bestellung über X € braucht Freigabe der Geschäftsführung), individuelle Preislisten pro Kunde, Mengenstaffeln auf Kunden-Gruppen-Ebene, Anfrage-Bestellungen statt Direkt-Kauf, Wiederbestell-Listen, kundenspezifische Sortimente. Diese Features sind nicht "kann man dazu kaufen" — sie sind im Core-Modell verankert.
Shopify hat mit "B2B on Shopify" (Plus-only, ab €2.300/Monat) massiv aufgeholt. Unternehmens-Profile, Nettopreis-Listen, Entwurfsbestellungen sind jetzt Standard. Für etwa 90 % der typischen B2B-Cases reicht das. Aber: in Plus, nicht in den günstigeren Plans. Wenn euer Geschäft also kein Plus-Volumen rechtfertigt (~€1 Mio. Umsatz/Jahr), bleibt Shopify im B2B-Bereich limitiert.
B2C / D2C — hier kontert Shopify mit dem schnelleren Checkout, dem besseren Mobile-Erlebnis und einer Conversion-Rate, die in unseren Projekten messbar 15-25 % höher liegt. Shop Pay (One-Click-Checkout für wiederkehrende Käufer) ist ein nativer Vorteil, den Shopware mit Plugins nicht 1:1 abbildet.
Konkrete Empfehlung aus unseren Migrations-Projekten: Wenn euer B2B-Anteil unter 40 % liegt und ihr Standard-Hierarchien (max. 2 Ebenen) habt, gewinnt Shopify auf TCO und Conversion. Über 40 % B2B mit Genehmigungs-Workflows: Shopware ist objektiv besser.
B2B mit komplexen Geschäftsregeln gehört Shopware — und das deutlich. Bei D2C kontert Shopify mit 15-25 % höherer Mobile-Conversion.
8.000+ Apps vs. 1.500 Plugins.
Shopify hat den Marktplatz, den niemand anders in Europa erreicht. Über 8.000 Apps, davon viele kostenfreie, decken praktisch jeden Use-Case ab: Klaviyo für Email-Flows, Yotpo für Reviews, Postscript für SMS, LoyaltyLion für Punkte-Systeme, Recharge für Subscriptions, Zapier für 6.000+ weitere Anbindungen. Die meisten sind Plug-and-Play in unter 30 Minuten installiert. Das ist nicht nur "viele Apps" — es ist ein Ökosystem, das Funktionalität zu einem Bruchteil der Custom-Development-Kosten liefert.
Shopware hat ~1.500 Plugins, weniger als ein Fünftel der Shopify-Zahl. Dafür sind sie tendenziell tiefer integriert, weil die Plugin-Architektur den Zugriff auf das Core-Datenmodell erlaubt. Wenn ihr ein deutsches PIM, eine deutsche Warenwirtschaft (JTL, weclapp, Plenty) oder eine spezielle B2B-Logik braucht, ist die Auswahl im DACH-Markt oft besser.
Der versteckte Kosten-Treiber: Shopify-Apps haben fast immer ein monatliches Abo (oft €20-€200/App), das sich summiert. Ein Mittelklasse-Shopify-Shop läuft schnell auf €300-€800/Monat Apps. Shopware-Plugins sind häufiger Einmalkauf (€200-€1.500 einmalig), reduzieren laufende Kosten aber erhöhen Wartungs-Aufwand bei Updates.
Wer rankt besser in Google 2026?
Eine Wahrheit gleich vorweg: Beide Systeme können hervorragend ranken, wenn die Page-Speed-Basis stimmt und der Content-Stack passt. Das Entscheidende ist nicht das Shopsystem, sondern wer es richtig einrichtet.
Shopify-Stärken: Core Web Vitals ab Werk sehr gut (LCP unter 2 Sekunden auch auf Mobile bei sauberen Themes), automatische Image-Optimierung mit WebP/AVIF, CDN inklusive, strukturierte Daten via Schema.org out-of-the-box für Produkte und Reviews. JSON-LD-Markup wird automatisch generiert. Mit Hydrogen (Headless) sind Lighthouse-Scores von 95-100 Standard.
Shopify-Schwächen: URL-Struktur ist starr (alle Produkte unter /products/, alle Kategorien unter /collections/) — du kannst sie nicht umbenennen. Das ist für deutsche Shops wo "kategorie/herrenmode/jacken" gewünscht wäre, ein echter Nachteil. Außerdem keine echten 301-Redirects ohne App (Plus hat es nativ).
Shopware-Stärken: Vollständige URL-Kontrolle. Du designst deine URL-Struktur exakt so, wie es Google am liebsten hat. Saubere Server-side-Rendering. Eigene Sitemaps mit Custom-Logik. Tiefe Schema.org-Manipulation möglich.
Shopware-Schwächen: Out-of-the-box Performance ist nur so gut wie das Hosting. Wir haben Shopware-Setups gesehen mit LCP über 5 Sekunden — kompletter SEO-Killer. Ohne CDN, ohne sauberes Theme, ohne Caching-Stack rankt nichts.
Praxis-Empfehlung: Shopify rankt schnell out-of-the-box auf 70-80 % Potential. Shopware kann auf 95 % rankt — wenn du die Performance-Arbeit machst.
Shopify Magic vs. Shopware AI Copilot.
Das Jahr 2026 ist im E-Commerce das Jahr der nativen KI-Integration. Beide Plattformen haben aufgerüstet — die Schwerpunkte unterscheiden sich aber.
Shopify Magic ist seit Mitte 2024 in alle Shopify-Pläne integriert und umfasst: KI-generierte Produktbeschreibungen aus Stichworten (mit DACH-deutsch-trainiertem Modell), KI-Bildbearbeitung (Hintergrund entfernen, Produktshots aufwerten), Sidekick als Conversational-AI-Assistent (frage "wie viel habe ich letzten Monat in Berlin verkauft?"), automatisierte E-Mail-Flows mit KI-Subject-Optimization, semantische Suche im Storefront-Frontend.
Shopware AI Copilot (seit 2025) liefert: KI-Produkttext-Generierung (mit deutscher Branchen-Sprache), Visual Commerce (Bildersuche im Storefront), Conversational Search, KI-Übersetzungen mit Branchen-Kontext. Stärker auf DACH-Anwendungsfälle zugeschnitten — z.B. spezielle Konfiguratoren für technische Produkte.
Die wichtige Frage: Wie gut funktioniert das in deutscher Sprache? Unsere Tests Q1 2026: Shopify Magic produziert in Deutsch sauberen, aber etwas generischen Text. Shopware AI ist im branchenspezifischen Vokabular (z.B. Maschinenbau, Medizin) merklich präziser, dafür kostet die Premium-AI-Tier extra (~€200/Monat zusätzlich).
Wenn ihr B2B mit Fach-Vokabular verkauft: Shopware AI hat aktuell die Nase vorn. Für D2C-Standard-Content: Shopify Magic reicht und ist im Preis inklusive.
Wer hat in DACH die Nase vorn?
Wichtigste Faktoren für deutsche, österreichische und Schweizer Shops: Datenstandort, Auftragsverarbeitung, Datenexport-Mechanismen, Cookie-Compliance.
Shopify: Server für europäische Kunden liegen primär in Irland (Microsoft Azure). Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) wird automatisch geschlossen. Daten-Transfer in die USA passiert für bestimmte Services (Shopify Pay, Marketing-Funktionen, Audiopilot). Shopify nutzt seit 2024 die EU-US Data Privacy Framework als Rechtsgrundlage. Das ist DSGVO-konform — aber konservative Datenschutz-Beauftragte (besonders im Public Sector, Healthcare, Finance) sehen das kritisch.
Shopware: Self-Hosted-Variante lässt dich frei wählen — Hetzner Falkenstein, IONOS Karlsruhe, hosting.de, jedes deutsche oder österreichische Rechenzentrum funktioniert. Datenbank, Backups, Logs bleiben physisch in der EU. Kein Transfer in Drittstaaten. Für branche-kritische Sektoren ist das ein de-facto-Killer-Argument.
Cookie-Compliance: Beide unterstützen Consent-Manager-Integrationen (Cookiebot, Usercentrics, OneTrust). Shopify hat seit 2025 einen nativen Consent-Layer eingebaut.
Konkrete Empfehlung: Wenn euer Datenschutz-Beauftragter "Daten dürfen die EU nicht verlassen" sagt — Shopware Self-Hosted ist eure einzig saubere Option. Wenn ihr Standard-D2C verkauft und Shopify-Pay nutzen wollt: Shopify-Setup ist DSGVO-konform, braucht aber sauberen Consent-Layer und transparente Datenschutzerklärung.
Wenn euer Datenschutz-Beauftragter sagt „Daten dürfen die EU nicht verlassen" — Shopware Self-Hosted ist eure einzige saubere Option.
Wann lohnt sich der Wechsel zwischen den Systemen?
Wir haben in den letzten drei Jahren über zwanzig Migrationen begleitet — die meisten von Shopware zu Shopify, einige in die Gegenrichtung. Hier ist die ehrliche Bilanz:
Shopware → Shopify lohnt sich, wenn: ihr B2C/D2C verkauft, das Team zu klein für Shopware-Pflege ist, monatliche Server-Wartungs-Tickets nerven, ihr international skalieren wollt mit Multi-Currency. Wir sehen typisch 30-40 % weniger laufende IT-Kosten und 15-25 % höhere Mobile-Conversion nach Migration.
Shopify → Shopware lohnt sich, wenn: Plus-Lizenzkosten unverhältnismäßig wachsen, komplexere B2B-Hierarchien notwendig werden, Datenschutz-Anforderungen sich verschärfen, ihr tiefere PIM-Integration braucht. Der Wechsel ist signifikant teurer (€60-€120k Setup) und länger (16-24 Wochen) — lohnt sich erst bei Plus-Lizenzen über €30k/Jahr.
Migration-Realität: Produkt-, Kunden- und Bestelldaten sind unkritisch übertragbar. Schwierig sind: SEO-Erhalt (301-Redirect-Mapping für alle URLs), Reviews & UGC, Stripe/Klarna-Subscription-Mappings, individuelle Apps/Plugins die kein 1:1-Pendant haben. Faustregel: rechnet 8-14 Wochen Projektlaufzeit für eine saubere Migration, nicht "ein Wochenende".
Was kostet welches System wirklich?
Vollständige Drei-Jahres-Total-Cost-of-Ownership bei einem typischen deutschen Shop mit €1,5 Mio. Jahresumsatz, ~5.000 Bestellungen pro Monat, externer Klarna/Stripe-Anbindung. Konservativ gerechnet — ohne versteckte Migrations- oder Schulungs-Kosten.
Shopify · Aufschlüsselung
Shopware · Aufschlüsselung
Basis: 3-Jahres-Vertrag, Standard-Setup, externe Payment-Anbindung. Shopware-Variante = Cloud-Subscription. Self-Hosted Shopware spart die Plattform-Lizenz, erhöht aber Hosting & Wartung — End-TCO ist meist ähnlich. Quellen: Plattform-Pricing 2026 sowie agentureigene Projekt-Kalkulationen aus 12 vergleichbaren Setups.
Was wir in der Praxis sehen.
Wenn wir bei einem Discovery-Call hören "wir verkaufen Maschinenteile mit individuellen Preislisten an 800 Geschäftskunden" — wir empfehlen Shopware. Wenn wir hören "wir launchen eine D2C-Beauty-Marke, wollen in 8 Wochen live, planen Multi-Market" — wir empfehlen Shopify. Beide Systeme sind exzellent — nur eben für unterschiedliche Probleme.
Echte Cases auf Shopify.
Wir empfehlen nichts, was wir nicht selbst gebaut haben. Hier zwei Projekte, die wir live betreuen.
Welches System für welches Szenario?
Sechs typische Business-Konstellationen — und die Empfehlung, ehrlich gewichtet.
D2C-Brand, 5-50 Produkte, Multi-Market geplant
Geschwindigkeit von Konzept zu Launch, Multi-Currency nativ, geringer Wartungs-Overhead. Plus die App-Ökosystem-Vorteile für Marketing-Stack.
B2B-Großhandel mit 500+ Kunden, individuellen Preislisten
Native B2B-Features (Hierarchien, Genehmigungen, Preislisten) sind im Core verankert — bei Shopify nur in Plus und teilweise mit Plugin-Workarounds.
Mittelstand mit JTL-Wawi, weclapp oder SAP-ERP
Tiefere DACH-ERP-Integrationen out-of-the-box. Shopify braucht oft Custom-Middleware (€10-20k zusätzlich) für die gleiche Anbindung.
Beauty / Mode / Lifestyle mit Fokus auf Marken-Erlebnis
Shop Pay One-Click-Checkout liefert messbare Conversion-Lifts (~12-18 % im Mobile-Checkout). Theme-Ökosystem ist auf Brand-Storytelling getrimmt.
Public Sector, Healthcare, Banking — DSGVO ist kompromisslos
Self-Hosted in deutschem Rechenzentrum, keine US-Datentransfers, Audit-fähige Architektur. Der einzige sichere Pfad für besonders sensitive Branchen.
Startup ohne dediziertes IT-Team, Time-to-Market kritisch
In 4-8 Wochen live, keine Server-Verantwortung, Updates passieren automatisch. Bei Shopware brauchst du immer jemanden, der "den Shop wartet".
Häufige Fragen.
Über 3 Jahre gerechnet mit ehrlicher TCO: Shopify ist bei kleinen bis mittleren Shops günstiger (~€114k vs ~€162k bei €1,5M Umsatz). Erst ab Plus-Volumen (€2.300+/Monat Lizenz) gleicht sich das an. Self-Hosted Shopware ist nur dann billiger, wenn ihr ein eigenes IT-Team habt — sonst frisst die Wartung den Lizenz-Vorteil auf.
Plus lohnt sich ab ca. €1 Mio Jahresumsatz oder wenn ihr B2B mit nativen Features braucht. Bei externen Payment-Providern fallen in Plus nur 0,2 % Transaktionsgebühr an statt 0,6 % im Advanced — das gleicht ab ~€800k Monatsumsatz den Plus-Aufpreis aus. Plus-only-Features wie B2B, Custom Checkout, 10 Stores und Shopify Flow sind oft die eigentlichen Treiber.
Grundsätzlich ja, mit dem EU-US Data Privacy Framework als Rechtsgrundlage. EU-Daten liegen in Irland. Aber: Shopify-Pay, bestimmte Marketing-Features und Audiopilot transferieren Daten in die USA. Für 95 % der D2C-Shops kein Problem mit korrekt aufgesetztem Consent-Layer. Für Healthcare, Banking, Public Sector empfehlen wir Shopware Self-Hosted.
Realistisch 8-14 Wochen für einen Mid-Size-Shop. Aufwendig sind 301-Redirect-Mapping für SEO-Erhalt, Subscription-Migrationen, Treue-Punkte-Übertragung und Custom-Plugin-Replacements. Wenn ihr "wir migrieren übers Wochenende" hört: weglaufen. Saubere Migration braucht Discovery, Datenmodell-Mapping, Sprint-Reviews, Soft-Launch mit Geo-Testing.
Technisch ähnlich gut. Beide unterstützen Schema.org, sauberes HTML, Server-Side-Rendering, CDN. Shopify hat Out-of-the-Box-Performance-Vorsprung (Lighthouse 85-95 Standard), Shopware kann höher (95-100) aber nur mit Performance-Arbeit. Entscheidend ist nicht das System, sondern Content-Strategie + interne Verlinkung. Wir helfen euch hier strategisch.
Ja, technisch ist das möglich — aber teurer und länger als Shopware→Shopify (typisch €60-120k vs €25-40k). Der Grund: ihr migriert von einem stark abstrahierten System (Shopify) zu einem mit voller Logik-Tiefe (Shopware). Custom-Logik muss neu konzipiert werden. Wir empfehlen: bei der initialen Entscheidung ehrlich zu sich selbst sein, später nochmal zu wechseln ist nicht günstig.
Mit korrektem 301-Redirect-Mapping aller alten URLs auf die neuen Pendants und sauberem Schema-Markup-Transfer: Rankings bleiben erhalten, oft sogar verbessert. Wir hatten Migrations-Projekte mit +30-50 % organischem Traffic-Lift nach 6 Monaten, weil das neue System einfach schneller und mobil-tauglicher war. Ohne sauberes Redirect-Mapping: Komplett-Verlust der Rankings möglich.
Bei Shopware gibt es für die meisten DACH-ERPs (JTL-Wawi, weclapp, SAP, Plenty, Microsoft Dynamics) fertige Plugin-Connector — meist €1.500-€5.000 einmalig. Bei Shopify brauchst du oft Middleware (n8n, Make, Custom-Integration) — €10-€25k Custom-Development, dafür flexibler skalierbar. Faustregel: Standard-ERP + Standard-Workflows = Shopware fertiger. Komplex/Custom = Shopify mit Custom-Middleware kontrollierbarer.