Vergleich · 2026 · Shopsysteme

Shopify vs. Shopware:
Der ehrliche Vergleich 2026.

Wir bauen seit 2018 auf beiden Systemen — und sehen, wo die Marketing-Versprechen aufhören und der Alltag beginnt. Hier ist unser ungeschönter Vergleich für DACH-Unternehmen, mit echtem 2026er Pricing, 3-Jahres-TCO (Spoiler: bis zu €47.000 Differenz), und klarer Empfehlung je Szenario.

180+ Projekte auf Shopify & Shopware Echtes 2026er Pricing DACH-Fokus · DSGVO · B2B
01 Shopify
Wähle Shopify, wenn:
  • Du willst in 8-12 Wochen live gehen, nicht in 6 Monaten
  • Dein Sortiment ist standardisierter D2C-Konsumartikel (Mode, Beauty, Home)
  • Du brauchst international skalierbares Hosting ohne Server-Verantwortung
  • Dein Team ist klein und soll selbst pflegen können — ohne Dev für jedes Update
  • Du planst Multi-Market mit 5+ Sprachen und Währungen
02 Shopware
Wähle Shopware, wenn:
  • Du hast komplexe B2B-Szenarien mit Kundenhierarchien, Genehmigungsprozessen, individuellen Preislisten
  • Du verkaufst erklärungsbedürftige Produkte (Maschinenteile, Medizin, e-Bikes) mit Konfigurator-Logik
  • DSGVO-native Datenspeicherung in deutschem Rechenzentrum ist Pflicht (z.B. öffentlicher Sektor)
  • Du brauchst tiefe Anpassungen am Backend-Code, nicht nur am Frontend
  • Du hast eine bestehende deutsche IT-Infrastruktur (ERP, PIM), die enge Integration braucht
Feature-Matrix

Shopify vs. Shopware auf einen Blick.

14 Kriterien, ehrlich verglichen. Grün = klar besser, grau = neutral / vergleichbar.

Kriterium Shopify Shopware
Hosting-Modell Cloud (Shopify) Self-Hosted oder Cloud
Einstiegspreis / Monat ab €33 (Basic) ab €0 (Community Edition)
Time-to-Market 4-12 Wochen 12-24 Wochen
B2B-Features nativ Plus-only (€2.300+/Mo) Native, alle Editions
DSGVO-Datenstandort EU (Irland) + USA EU / Self-Host frei wählbar
App-Ökosystem 8.000+ Apps ~1.500 Plugins
Code-Anpassung Liquid + APIs Voller Source-Code
AI-Features 2026 Shopify Magic (nativ) Shopware AI Copilot
Wartungsaufwand Shopify übernimmt Eure IT (Self-Host)
Multi-Store / Multi-Brand Plus-only (10 Stores) Native, unbegrenzt
Internationalisierung Native, 20+ Sprachen Plugin + manuell
DACH-Marktanteil 2026 ~40 % KMU ~30 % Mittelstand
SEO-Granularität Mittel (URL-Restriktion) Hoch (volle Kontrolle)
3-Jahres-TCO (€1,5M Umsatz) ~€114.000 ~€162.000
Was ist was

Shopify und Shopware — zwei Welten, ein Ziel.

Shopify ist eine kanadische Cloud-Plattform mit über 4 Millionen aktiven Shops weltweit und nahezu 40 % Marktanteil bei deutschen KMU. Du buchst einen Plan, der gesamte technische Stack (Hosting, Sicherheit, Updates, CDN, Skalierung) wird von Shopify übernommen. Du bezahlst Monatsmiete + Transaktionsgebühr und konzentrierst dich darauf, zu verkaufen.

Shopware ist eine deutsche Open-Source-Plattform aus Schöppingen, NRW. Sie ist tief im DACH-Mittelstand verankert: laut Statista (2024) nutzen sie rund 30 % der mittelständischen Onlineshops in Deutschland. Du kannst sie selbst hosten (Community Edition, kostenlos) oder als Managed-Cloud beziehen — und hast im Code-Zugriff praktisch keine Grenzen.

Der wichtige Unterschied: Shopify schickt dich auf eine breite, gut asphaltierte Autobahn mit Geschwindigkeitsbegrenzung. Shopware gibt dir ein Auto mit Geländegängigkeit — du kannst überall hinfahren, brauchst aber einen guten Fahrer.

Hosting & Technik

Cloud-Magie oder volle Kontrolle?

Shopify ist Cloud-managed end-to-end. Die Plattform garantiert 99,99 % Uptime, übernimmt Updates monatlich, skaliert automatisch bei Black-Friday-Traffic-Spitzen und liefert ein globales CDN. Du brauchst kein Ops-Team, keinen Sysadmin, keinen Sicherheits-Verantwortlichen für die Shop-Infrastruktur. Diese Bequemlichkeit hat einen Preis: du kannst keinen Code auf Server-Ebene anpassen. Du arbeitest mit Liquid-Templates, Apps und der Storefront-API — innerhalb des Shopify-Frameworks.

Shopware lässt dir die Wahl. Die Community Edition ist kostenlos, du brauchst aber einen eigenen Server (Hetzner, IONOS, AWS — alles möglich), kümmerst dich um Updates (kritische Security-Patches monatlich), Backups, SSL-Zertifikate und Skalierung. Im Gegenzug hast du vollen Zugriff auf den Symfony-basierten PHP-Code. Du kannst jede Backend-Logik anpassen, eigene Plugins schreiben, das Datenmodell erweitern.

In der Praxis bedeutet das: Bei Shopify rennt euer Shop am Black Friday — bei Shopware nur, wenn euer Hosting korrekt vorbereitet ist. Wir haben Shopware-Migrations erlebt, bei denen die Self-Hosted-Variante an dem einen Tag im Jahr zusammenbrach, wo sie performen sollte. Cloud-Shopware (Subscription-Modell mit Shopware als Hoster) löst das, kostet aber ~€2.000-3.000/Monat.

Shopify Vorteile
  • Null Wartungsaufwand auf Plattform-Ebene
  • 99,99 % Uptime ohne eigene SLAs
  • Automatische Skalierung bei Traffic-Spitzen
  • Globales CDN inklusive
  • Monatliche Plattform-Updates ohne Risiko
Shopware Vorteile
  • Voller Server-Zugriff für Custom-Logik
  • EU-Hosting frei wählbar (Hetzner, OVH, IONOS)
  • Datenmodell erweiterbar
  • Symfony als professioneller PHP-Stack
  • Self-Hosted ohne monatliche Lizenz-Kosten möglich

Bei Shopify rennt euer Shop am Black Friday. Bei Shopware nur, wenn euer Hosting korrekt vorbereitet ist.

Aus 22 Migrations-Projekten · Wipplinger Consulting
Backend & UX

Wer ist im Alltag schneller produktiv?

Wenn jemand aus dem Marketing-Team einen neuen Artikel anlegt, ein Kollege eine Preisaktion startet oder das Sekretariat eine Bestellung storniert — wie viel Klick-Reibung entsteht?

Shopify gewinnt hier deutlich. Das Admin-Backend ist seit Jahren auf Einfachheit getrimmt: Produkt anlegen dauert 90 Sekunden, Rabatte erstellen sich in vier Klicks, Bestellungen verwalten ist nahezu mobil-tauglich. Selbst Mitarbeiter ohne E-Commerce-Erfahrung sind nach einem halben Tag produktiv. Aus Agentursicht: wir verbringen 70 % weniger Onboarding-Zeit bei Shopify-Kunden.

Shopware ist mächtiger, aber komplexer. Die Backend-UI wurde mit Shopware 6 modernisiert (Vue.js, Admin-API), ist aber für Power-User gedacht. Workflows wie Massendaten-Import, B2B-Genehmigungsregeln oder Custom-Felder bietet Shopware in einer Tiefe, die Shopify ohne Custom-Apps nicht erreicht — der Trade-off ist eine steilere Lernkurve. Neue Mitarbeiter brauchen 1-2 Wochen ernsthafte Einarbeitung.

Faustregel: Shopify für Teams unter 10 Personen ohne dedizierten E-Commerce-Manager. Shopware ab dem Punkt, an dem ihr einen Vollzeit-Shop-Verantwortlichen oder eine dauerhafte Agentur-Betreuung habt.

B2B vs. B2C

Welches System für welches Geschäftsmodell?

Hier liegt der härteste Trennstrich. B2B mit komplexen Geschäftsregeln gehört Shopware, und das deutlich.

Shopware bietet nativ — also ohne Premium-Tier oder Plugin — Unternehmenshierarchien (Mehrere Besteller pro Kunde mit individuellen Limits), Genehmigungs-Workflows (Bestellung über X € braucht Freigabe der Geschäftsführung), individuelle Preislisten pro Kunde, Mengenstaffeln auf Kunden-Gruppen-Ebene, Anfrage-Bestellungen statt Direkt-Kauf, Wiederbestell-Listen, kundenspezifische Sortimente. Diese Features sind nicht "kann man dazu kaufen" — sie sind im Core-Modell verankert.

Shopify hat mit "B2B on Shopify" (Plus-only, ab €2.300/Monat) massiv aufgeholt. Unternehmens-Profile, Nettopreis-Listen, Entwurfsbestellungen sind jetzt Standard. Für etwa 90 % der typischen B2B-Cases reicht das. Aber: in Plus, nicht in den günstigeren Plans. Wenn euer Geschäft also kein Plus-Volumen rechtfertigt (~€1 Mio. Umsatz/Jahr), bleibt Shopify im B2B-Bereich limitiert.

B2C / D2C — hier kontert Shopify mit dem schnelleren Checkout, dem besseren Mobile-Erlebnis und einer Conversion-Rate, die in unseren Projekten messbar 15-25 % höher liegt. Shop Pay (One-Click-Checkout für wiederkehrende Käufer) ist ein nativer Vorteil, den Shopware mit Plugins nicht 1:1 abbildet.

Konkrete Empfehlung aus unseren Migrations-Projekten: Wenn euer B2B-Anteil unter 40 % liegt und ihr Standard-Hierarchien (max. 2 Ebenen) habt, gewinnt Shopify auf TCO und Conversion. Über 40 % B2B mit Genehmigungs-Workflows: Shopware ist objektiv besser.

B2B mit komplexen Geschäftsregeln gehört Shopware — und das deutlich. Bei D2C kontert Shopify mit 15-25 % höherer Mobile-Conversion.

Beobachtung über 180+ Shop-Projekte
App-Ökosystem

8.000+ Apps vs. 1.500 Plugins.

Shopify hat den Marktplatz, den niemand anders in Europa erreicht. Über 8.000 Apps, davon viele kostenfreie, decken praktisch jeden Use-Case ab: Klaviyo für Email-Flows, Yotpo für Reviews, Postscript für SMS, LoyaltyLion für Punkte-Systeme, Recharge für Subscriptions, Zapier für 6.000+ weitere Anbindungen. Die meisten sind Plug-and-Play in unter 30 Minuten installiert. Das ist nicht nur "viele Apps" — es ist ein Ökosystem, das Funktionalität zu einem Bruchteil der Custom-Development-Kosten liefert.

Shopware hat ~1.500 Plugins, weniger als ein Fünftel der Shopify-Zahl. Dafür sind sie tendenziell tiefer integriert, weil die Plugin-Architektur den Zugriff auf das Core-Datenmodell erlaubt. Wenn ihr ein deutsches PIM, eine deutsche Warenwirtschaft (JTL, weclapp, Plenty) oder eine spezielle B2B-Logik braucht, ist die Auswahl im DACH-Markt oft besser.

Der versteckte Kosten-Treiber: Shopify-Apps haben fast immer ein monatliches Abo (oft €20-€200/App), das sich summiert. Ein Mittelklasse-Shopify-Shop läuft schnell auf €300-€800/Monat Apps. Shopware-Plugins sind häufiger Einmalkauf (€200-€1.500 einmalig), reduzieren laufende Kosten aber erhöhen Wartungs-Aufwand bei Updates.

SEO & Performance

Wer rankt besser in Google 2026?

Eine Wahrheit gleich vorweg: Beide Systeme können hervorragend ranken, wenn die Page-Speed-Basis stimmt und der Content-Stack passt. Das Entscheidende ist nicht das Shopsystem, sondern wer es richtig einrichtet.

Shopify-Stärken: Core Web Vitals ab Werk sehr gut (LCP unter 2 Sekunden auch auf Mobile bei sauberen Themes), automatische Image-Optimierung mit WebP/AVIF, CDN inklusive, strukturierte Daten via Schema.org out-of-the-box für Produkte und Reviews. JSON-LD-Markup wird automatisch generiert. Mit Hydrogen (Headless) sind Lighthouse-Scores von 95-100 Standard.

Shopify-Schwächen: URL-Struktur ist starr (alle Produkte unter /products/, alle Kategorien unter /collections/) — du kannst sie nicht umbenennen. Das ist für deutsche Shops wo "kategorie/herrenmode/jacken" gewünscht wäre, ein echter Nachteil. Außerdem keine echten 301-Redirects ohne App (Plus hat es nativ).

Shopware-Stärken: Vollständige URL-Kontrolle. Du designst deine URL-Struktur exakt so, wie es Google am liebsten hat. Saubere Server-side-Rendering. Eigene Sitemaps mit Custom-Logik. Tiefe Schema.org-Manipulation möglich.

Shopware-Schwächen: Out-of-the-box Performance ist nur so gut wie das Hosting. Wir haben Shopware-Setups gesehen mit LCP über 5 Sekunden — kompletter SEO-Killer. Ohne CDN, ohne sauberes Theme, ohne Caching-Stack rankt nichts.

Praxis-Empfehlung: Shopify rankt schnell out-of-the-box auf 70-80 % Potential. Shopware kann auf 95 % rankt — wenn du die Performance-Arbeit machst.

AI / KI 2026

Shopify Magic vs. Shopware AI Copilot.

Das Jahr 2026 ist im E-Commerce das Jahr der nativen KI-Integration. Beide Plattformen haben aufgerüstet — die Schwerpunkte unterscheiden sich aber.

Shopify Magic ist seit Mitte 2024 in alle Shopify-Pläne integriert und umfasst: KI-generierte Produktbeschreibungen aus Stichworten (mit DACH-deutsch-trainiertem Modell), KI-Bildbearbeitung (Hintergrund entfernen, Produktshots aufwerten), Sidekick als Conversational-AI-Assistent (frage "wie viel habe ich letzten Monat in Berlin verkauft?"), automatisierte E-Mail-Flows mit KI-Subject-Optimization, semantische Suche im Storefront-Frontend.

Shopware AI Copilot (seit 2025) liefert: KI-Produkttext-Generierung (mit deutscher Branchen-Sprache), Visual Commerce (Bildersuche im Storefront), Conversational Search, KI-Übersetzungen mit Branchen-Kontext. Stärker auf DACH-Anwendungsfälle zugeschnitten — z.B. spezielle Konfiguratoren für technische Produkte.

Die wichtige Frage: Wie gut funktioniert das in deutscher Sprache? Unsere Tests Q1 2026: Shopify Magic produziert in Deutsch sauberen, aber etwas generischen Text. Shopware AI ist im branchenspezifischen Vokabular (z.B. Maschinenbau, Medizin) merklich präziser, dafür kostet die Premium-AI-Tier extra (~€200/Monat zusätzlich).

Wenn ihr B2B mit Fach-Vokabular verkauft: Shopware AI hat aktuell die Nase vorn. Für D2C-Standard-Content: Shopify Magic reicht und ist im Preis inklusive.

DSGVO & Datenschutz

Wer hat in DACH die Nase vorn?

Wichtigste Faktoren für deutsche, österreichische und Schweizer Shops: Datenstandort, Auftragsverarbeitung, Datenexport-Mechanismen, Cookie-Compliance.

Shopify: Server für europäische Kunden liegen primär in Irland (Microsoft Azure). Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) wird automatisch geschlossen. Daten-Transfer in die USA passiert für bestimmte Services (Shopify Pay, Marketing-Funktionen, Audiopilot). Shopify nutzt seit 2024 die EU-US Data Privacy Framework als Rechtsgrundlage. Das ist DSGVO-konform — aber konservative Datenschutz-Beauftragte (besonders im Public Sector, Healthcare, Finance) sehen das kritisch.

Shopware: Self-Hosted-Variante lässt dich frei wählen — Hetzner Falkenstein, IONOS Karlsruhe, hosting.de, jedes deutsche oder österreichische Rechenzentrum funktioniert. Datenbank, Backups, Logs bleiben physisch in der EU. Kein Transfer in Drittstaaten. Für branche-kritische Sektoren ist das ein de-facto-Killer-Argument.

Cookie-Compliance: Beide unterstützen Consent-Manager-Integrationen (Cookiebot, Usercentrics, OneTrust). Shopify hat seit 2025 einen nativen Consent-Layer eingebaut.

Konkrete Empfehlung: Wenn euer Datenschutz-Beauftragter "Daten dürfen die EU nicht verlassen" sagt — Shopware Self-Hosted ist eure einzig saubere Option. Wenn ihr Standard-D2C verkauft und Shopify-Pay nutzen wollt: Shopify-Setup ist DSGVO-konform, braucht aber sauberen Consent-Layer und transparente Datenschutzerklärung.

Wenn euer Datenschutz-Beauftragter sagt „Daten dürfen die EU nicht verlassen" — Shopware Self-Hosted ist eure einzige saubere Option.

DSGVO-Realtalk · 2026
Migration

Wann lohnt sich der Wechsel zwischen den Systemen?

Wir haben in den letzten drei Jahren über zwanzig Migrationen begleitet — die meisten von Shopware zu Shopify, einige in die Gegenrichtung. Hier ist die ehrliche Bilanz:

Shopware → Shopify lohnt sich, wenn: ihr B2C/D2C verkauft, das Team zu klein für Shopware-Pflege ist, monatliche Server-Wartungs-Tickets nerven, ihr international skalieren wollt mit Multi-Currency. Wir sehen typisch 30-40 % weniger laufende IT-Kosten und 15-25 % höhere Mobile-Conversion nach Migration.

Shopify → Shopware lohnt sich, wenn: Plus-Lizenzkosten unverhältnismäßig wachsen, komplexere B2B-Hierarchien notwendig werden, Datenschutz-Anforderungen sich verschärfen, ihr tiefere PIM-Integration braucht. Der Wechsel ist signifikant teurer (€60-€120k Setup) und länger (16-24 Wochen) — lohnt sich erst bei Plus-Lizenzen über €30k/Jahr.

Migration-Realität: Produkt-, Kunden- und Bestelldaten sind unkritisch übertragbar. Schwierig sind: SEO-Erhalt (301-Redirect-Mapping für alle URLs), Reviews & UGC, Stripe/Klarna-Subscription-Mappings, individuelle Apps/Plugins die kein 1:1-Pendant haben. Faustregel: rechnet 8-14 Wochen Projektlaufzeit für eine saubere Migration, nicht "ein Wochenende".

3-Jahres-TCO · €1,5 Mio Umsatz/Jahr

Was kostet welches System wirklich?

Vollständige Drei-Jahres-Total-Cost-of-Ownership bei einem typischen deutschen Shop mit €1,5 Mio. Jahresumsatz, ~5.000 Bestellungen pro Monat, externer Klarna/Stripe-Anbindung. Konservativ gerechnet — ohne versteckte Migrations- oder Schulungs-Kosten.

Shopify
~€114.390
Shopware
~€162.400

Shopify · Aufschlüsselung

Plattform-Lizenz (Shopify-Plan)€1.190
Theme + Custom Setup€25.000
Apps (Klaviyo, Yotpo, etc.)€7.200
Transaktionsgebühren€27.000
Wartung / Optimierung€54.000

Shopware · Aufschlüsselung

Plattform-Lizenz / Cloud€72.000
Theme + Custom Setup€40.000
Plugins€3.600
Hosting (Self/Cloud)€10.800
Wartung + Updates€36.000
Differenz über 3 Jahre: ~€ 48Shopify ist günstiger im gewählten Szenario.

Basis: 3-Jahres-Vertrag, Standard-Setup, externe Payment-Anbindung. Shopware-Variante = Cloud-Subscription. Self-Hosted Shopware spart die Plattform-Lizenz, erhöht aber Hosting & Wartung — End-TCO ist meist ähnlich. Quellen: Plattform-Pricing 2026 sowie agentureigene Projekt-Kalkulationen aus 12 vergleichbaren Setups.

Unsere Sicht als Agentur

Was wir in der Praxis sehen.

Aus der Werkbank

Wenn wir bei einem Discovery-Call hören "wir verkaufen Maschinenteile mit individuellen Preislisten an 800 Geschäftskunden" — wir empfehlen Shopware. Wenn wir hören "wir launchen eine D2C-Beauty-Marke, wollen in 8 Wochen live, planen Multi-Market" — wir empfehlen Shopify. Beide Systeme sind exzellent — nur eben für unterschiedliche Probleme.

Nico Wipplinger · Founder, Wipplinger Consulting · seit 2018
Entscheidungshilfe

Welches System für welches Szenario?

Sechs typische Business-Konstellationen — und die Empfehlung, ehrlich gewichtet.

01 · Shopify

D2C-Brand, 5-50 Produkte, Multi-Market geplant

Geschwindigkeit von Konzept zu Launch, Multi-Currency nativ, geringer Wartungs-Overhead. Plus die App-Ökosystem-Vorteile für Marketing-Stack.

D2C International 5-50 SKU
02 · Shopware

B2B-Großhandel mit 500+ Kunden, individuellen Preislisten

Native B2B-Features (Hierarchien, Genehmigungen, Preislisten) sind im Core verankert — bei Shopify nur in Plus und teilweise mit Plugin-Workarounds.

B2B Großhandel 500+ Kunden
03 · Shopware

Mittelstand mit JTL-Wawi, weclapp oder SAP-ERP

Tiefere DACH-ERP-Integrationen out-of-the-box. Shopify braucht oft Custom-Middleware (€10-20k zusätzlich) für die gleiche Anbindung.

ERP DACH-Mittelstand Wawi
04 · Shopify

Beauty / Mode / Lifestyle mit Fokus auf Marken-Erlebnis

Shop Pay One-Click-Checkout liefert messbare Conversion-Lifts (~12-18 % im Mobile-Checkout). Theme-Ökosystem ist auf Brand-Storytelling getrimmt.

Beauty Mode Brand
05 · Shopware

Public Sector, Healthcare, Banking — DSGVO ist kompromisslos

Self-Hosted in deutschem Rechenzentrum, keine US-Datentransfers, Audit-fähige Architektur. Der einzige sichere Pfad für besonders sensitive Branchen.

DSGVO Public Healthcare
06 · Shopify

Startup ohne dediziertes IT-Team, Time-to-Market kritisch

In 4-8 Wochen live, keine Server-Verantwortung, Updates passieren automatisch. Bei Shopware brauchst du immer jemanden, der "den Shop wartet".

Startup Speed No-Ops
FAQ

Häufige Fragen.

Über 3 Jahre gerechnet mit ehrlicher TCO: Shopify ist bei kleinen bis mittleren Shops günstiger (~€114k vs ~€162k bei €1,5M Umsatz). Erst ab Plus-Volumen (€2.300+/Monat Lizenz) gleicht sich das an. Self-Hosted Shopware ist nur dann billiger, wenn ihr ein eigenes IT-Team habt — sonst frisst die Wartung den Lizenz-Vorteil auf.

Plus lohnt sich ab ca. €1 Mio Jahresumsatz oder wenn ihr B2B mit nativen Features braucht. Bei externen Payment-Providern fallen in Plus nur 0,2 % Transaktionsgebühr an statt 0,6 % im Advanced — das gleicht ab ~€800k Monatsumsatz den Plus-Aufpreis aus. Plus-only-Features wie B2B, Custom Checkout, 10 Stores und Shopify Flow sind oft die eigentlichen Treiber.

Grundsätzlich ja, mit dem EU-US Data Privacy Framework als Rechtsgrundlage. EU-Daten liegen in Irland. Aber: Shopify-Pay, bestimmte Marketing-Features und Audiopilot transferieren Daten in die USA. Für 95 % der D2C-Shops kein Problem mit korrekt aufgesetztem Consent-Layer. Für Healthcare, Banking, Public Sector empfehlen wir Shopware Self-Hosted.

Realistisch 8-14 Wochen für einen Mid-Size-Shop. Aufwendig sind 301-Redirect-Mapping für SEO-Erhalt, Subscription-Migrationen, Treue-Punkte-Übertragung und Custom-Plugin-Replacements. Wenn ihr "wir migrieren übers Wochenende" hört: weglaufen. Saubere Migration braucht Discovery, Datenmodell-Mapping, Sprint-Reviews, Soft-Launch mit Geo-Testing.

Technisch ähnlich gut. Beide unterstützen Schema.org, sauberes HTML, Server-Side-Rendering, CDN. Shopify hat Out-of-the-Box-Performance-Vorsprung (Lighthouse 85-95 Standard), Shopware kann höher (95-100) aber nur mit Performance-Arbeit. Entscheidend ist nicht das System, sondern Content-Strategie + interne Verlinkung. Wir helfen euch hier strategisch.

Ja, technisch ist das möglich — aber teurer und länger als Shopware→Shopify (typisch €60-120k vs €25-40k). Der Grund: ihr migriert von einem stark abstrahierten System (Shopify) zu einem mit voller Logik-Tiefe (Shopware). Custom-Logik muss neu konzipiert werden. Wir empfehlen: bei der initialen Entscheidung ehrlich zu sich selbst sein, später nochmal zu wechseln ist nicht günstig.

Mit korrektem 301-Redirect-Mapping aller alten URLs auf die neuen Pendants und sauberem Schema-Markup-Transfer: Rankings bleiben erhalten, oft sogar verbessert. Wir hatten Migrations-Projekte mit +30-50 % organischem Traffic-Lift nach 6 Monaten, weil das neue System einfach schneller und mobil-tauglicher war. Ohne sauberes Redirect-Mapping: Komplett-Verlust der Rankings möglich.

Bei Shopware gibt es für die meisten DACH-ERPs (JTL-Wawi, weclapp, SAP, Plenty, Microsoft Dynamics) fertige Plugin-Connector — meist €1.500-€5.000 einmalig. Bei Shopify brauchst du oft Middleware (n8n, Make, Custom-Integration) — €10-€25k Custom-Development, dafür flexibler skalierbar. Faustregel: Standard-ERP + Standard-Workflows = Shopware fertiger. Komplex/Custom = Shopify mit Custom-Middleware kontrollierbarer.

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