Eine begleitete Migration kostet bei uns ab 7.000 Euro. Am deutschsprachigen Markt liegt die Spanne zwischen 3.000 und 50.000 Euro netto, und das ist kein Ausweichen der Anbieter, sondern das Thema selbst: derselbe Shop landet in der Kategorie, die der Markt mit 4.000 bis 10.000 Euro ansetzt, wenn das Design neu entsteht und die Produktdaten sauber sind, und in der, die erst ab 25.000 Euro beginnt, sobald mehrere tausend Artikel mit vier Optionsachsen, ein ERP und ein über Jahre gewachsener URL-Bestand mitkommen sollen. Was den Ausschlag gibt, sind fünf Posten, und drei davon stehen in den meisten Angeboten nicht als eigene Zeile.
Preise auf der ersten Suchergebnisseite
Wir haben die deutsche Suchergebnisseite zum Thema durchgesehen und notiert, wer welche Zahl tatsächlich veröffentlicht. Das Bild ist uneinheitlicher, als es sein müsste.
Zwei Dinge fallen auf. Drei der sechs Anbieter mit öffentlicher Zahl setzen die Untergrenze bei 3.000 Euro an, und sie meinen dieselbe Konstellation: wenige hundert Produkte, ein gekauftes Theme, keine Anbindung. Die Obergrenze dagegen klafft weit auseinander, von 15.000 bis 50.000 Euro, je nach Quelle. Wer euch eine Zahl nennt, ohne in euren Shop geschaut zu haben, rät. Ein einziger Anbieter im Feld schreibt das offen hin und nennt den verbindlichen Festpreis erst nach einem Blick ins System. Das ist die ehrlichere Haltung, auch wenn sie im Vergleich schlechter aussieht. Wir halten es genauso.
Der Anlass für viele dieser Anfragen ist derselbe. Shopware schreibt auf shopware.com, dass bis Ende Juli 2023 noch Fehlerbehebungen, kleinere Verbesserungen und rechtlich notwendige Anpassungen für Shopware 5 vorgenommen wurden, und dass das System danach ein weiteres Jahr, bis Ende Juli 2024, nur noch Security-Updates bekam. Wer seitdem auf Shopware 5 sitzt, bekommt vom Hersteller nichts mehr. Das erklärt, warum gerade so viele Migrationsangebote eingeholt werden.
| Quelle | Genannter Preis | Wofür |
|---|---|---|
| Migrations-Agentur (DE) | 12.500 Euro netto | Shopware auf Shopify, ab 14 Tagen Entwickleraufwand |
| Shopify-Spezialagentur | 3.000 bis 50.000 Euro | Gesamtspanne, Shopware 5 und 6 auf Shopify bei 5.000 bis 20.000 Euro |
| E-Commerce-Agentur (DE) | 4.000 bis 25.000 Euro | klein 4.000 bis 10.000, mittel 10.000 bis 25.000, groß ab 25.000 |
| Full-Service-Agentur (DE) | 3.000 bis 25.000 Euro | klein 3.000 bis 5.000, mittel 5.000 bis 10.000, komplex 10.000 bis 25.000 |
| Shopware-und-Shopify-Agentur | 3.000 bis 15.000 Euro | Shopware zu Shopify, Praxiswert |
| E-Commerce-Beratung (DACH) | 15.000 bis 40.000 Euro | Budgetrahmen im DACH-Raum, Shopware 6 auf Shopify |
| Beratungsagentur (DE) | kein Preis | Festpreis erst nach Sichtung des Systems |
Produkte sind billig, Varianten sind teuer
Die Produktanzahl ist der Posten, den alle im Kopf haben, und der harmloseste. 500 oder 5.000 Artikel zu importieren ist derselbe Arbeitsschritt mit längerer Wartezeit. Der Markt rechnet ab 500 zusätzlichen Produkten mit 2.000 bis 4.000 Euro Mehraufwand. Das ist realistisch, aber es ist Fleißarbeit, kein Risiko.
Teuer wird die Ebene darunter. Jede Variante ist bei Shopify ein eigenes Objekt mit eigener SKU, eigenem Bestand und eigenem Preis. Ein Rechenbeispiel: 600 Artikel mit je fünf Größen und vier Farben ergeben 12.000 Varianten. Die müssen nicht nur importiert, sondern mit dem Bestand aus dem Altsystem zusammengeführt werden. Genau hier scheitern die meisten Selbstversuche: Der Import läuft sauber durch, die Bestände stimmen trotzdem nicht, und es fällt erst beim ersten Überverkauf auf.
Die Grenze bei drei Produktoptionen
Hier liegt der Posten, der Angebote sprengt. Shopify erlaubt laut help.shopify.com maximal drei Optionen pro Produkt, wörtlich: „Each product can have up to three options." Die Zahl der Varianten wurde laut dem Entwickler-Changelog auf shopify.dev am 15. Oktober 2025 von 100 auf 2.048 pro Produkt angehoben. Die drei Optionen blieben unverändert.
Für die meisten Shops reicht das. Größe, Farbe, Material passt. Kritisch wird es bei allem, was konfiguriert wird: Möbel mit Holzart, Beschlag, Maß und Bezug. Werkzeug mit Länge, Durchmesser, Beschichtung und Schaft. Hat euer Shopware- oder WooCommerce-Katalog eine vierte Achse, gibt es drei Wege, und alle drei kosten Geld.
Ein zweiter Punkt aus demselben Changelog wird gern überlesen: Händler, die Apps ohne die aktuell unterstützten GraphQL-Produkt-APIs einsetzen, können bei Produkten mit mehr als 100 Varianten ein eingeschränktes oder fehlerhaftes Verhalten bekommen. Wenn euer Bestandsabgleich, euer Feed-Tool oder eure Buchhaltungs-App auf einer alten Schnittstelle sitzt, merkt ihr das erst im Livebetrieb. Wir prüfen die App-Liste deshalb vor dem Angebot, nicht danach.
- Die vierte Achse wird zu eigenen Produkten aufgelöst. Aus einem Artikel werden mehrere, der Katalog bläht sich auf, die Filterlogik muss neu gebaut werden.
- Die vierte Achse wandert in Line Item Properties. Der Kunde wählt sie im Produktformular, sie steht auf der Bestellung, hat aber keinen eigenen Bestand und keinen eigenen Preis. Für Gravuren brauchbar, für lagergeführte Teile nicht.
- Es wird ein Konfigurator gebaut, der Metafelder liest und im Warenkorb auf die richtige Variante mappt. Das ist Individualentwicklung und wird als solche berechnet.
Weiterleitungen sind der unterschätzte Posten
Shopify legt die Verzeichnisstruktur fest. Laut help.shopify.com lassen sich Unterverzeichnisnamen nicht ändern, wörtlich: „Regardless of what domain you're using, the subdirectory names remain the same." Genannt werden dort /collections, /products und /pages. Das heißt im Klartext: Jede einzelne URL eures alten Shops ändert sich. Nicht die meisten, alle.
Daraus entsteht eine Aufgabe, die im Angebot oft eine Zeile lang ist und in Wahrheit Tage frisst. Veröffentlichte Preislisten beziffern komplexes Redirect-Management bei Projekten mit mehr als 1.000 URLs mit 1.500 bis 4.000 Euro. Bei einem gewachsenen Shop deckt sich das mit unserer Erfahrung.
Der Trick besteht darin, nicht jede Zeile von Hand zu schreiben. Man teilt die alten Adressen in Muster auf, also Produkt, Kategorie, Hersteller, statische Seiten, und schreibt pro Muster eine Regel auf die neuen Handles. Danach behandelt man den Rest einzeln: die paar hundert URLs, die tatsächlich Zugriffe oder Verlinkungen tragen. Zwei technische Details gehören dabei ins Angebot. Shopify erlaubt laut help.shopify.com maximal 100.000 Weiterleitungen, auf dem Plus-Tarif 20.000.000, und der Import läuft per CSV. Und feste Shopify-Pfade wie /products, /collections und /collections/all lassen sich ebenso wenig als Quelle einer Weiterleitung verwenden wie Adressen, die mit /cart, /orders oder /apps beginnen. Wer im alten Shop zufällig eine Kategorie mit so einem Namen hatte, braucht dafür einen anderen Weg.
Anbindungen und Sonderlogik
Der letzte große Block sind die Schnittstellen. Der Markt setzt eine ERP-Integration mit 3.000 bis 12.000 Euro an, je nach System, und diese Spanne ist ehrlich, weil sie den entscheidenden Unterschied abbildet: Hat euer ERP eine dokumentierte Schnittstelle oder nicht. Mit sauberem REST-Zugang ist die Anbindung ein überschaubares Projekt. Bei einer gewachsenen Warenwirtschaft, die nur CSV per FTP ausgibt, baut man eine Zwischenschicht, die Formate übersetzt, Fehler abfängt und protokolliert. Das ist Softwareentwicklung, keine Shop-Konfiguration, und es gehört als eigene Position ins Angebot.
Sonderlogik meint Regeln, die kein Standardsystem kennt: Staffelpreise, Kundengruppenpreise, die Umschaltung zwischen Netto- und Bruttoanzeige für B2B, Mindestbestellmengen, freigeschaltete Sortimente. Shopware kann vieles davon im Kern, Shopify braucht dafür Apps, den Plus-Tarif oder Individualentwicklung. Bei hej mind, unserer eigenen Diagnostik-Software, haben wir eine Praxisverwaltung mit Patientenportal gebaut, in der Befundentwürfe per KI vorbereitet werden. Der Punkt ist nicht, dass so etwas machbar ist. Der Punkt ist, dass es benannt und einzeln kalkuliert werden muss und nicht unter „Anpassungen" verschwinden darf.
Wann ihr uns nicht braucht
Ein Katalog von ein paar hundert Produkten, ohne ERP, ohne B2B-Preise und ohne Sonderlogik: dann ist eine begleitete Migration überflüssig. Shopify importiert Produkte und Kunden per CSV, es gibt fertige Migrations-Apps, und ein solides Theme aus dem Shopify-Store trägt ein Standardsortiment. Rechnet für diesen Weg mit etwa 200 bis 900 Euro im ersten Monat, inklusive Migrationstool, Tarif, Theme und Apps. Trifft das auf euch zu, steckt das Geld lieber in Fotos und Texte.
Wir bauen Shopify-Shops ab 7.000 Euro. Dieser Preis ergibt erst Sinn, wenn mindestens einer der teuren Posten zutrifft: mehr als drei Optionsachsen, ein URL-Bestand, der Sichtbarkeit trägt, eine Anbindung an ein System, das ihr nicht wechseln wollt, oder Preislogik, die Shopify von Haus aus nicht abbildet. Trifft nichts davon zu, sagen wir das im Erstgespräch, und ihr habt 30 Minuten investiert statt fünfstellig.
Dazu kommt in jedem Fall die laufende Gebühr. Shopify nennt auf shopify.com für Deutschland 29 Euro monatlich für Basic, 82 Euro für Grow und 384 Euro für Advanced, bei jährlicher Zahlung 22, 62 und 289 Euro. Shopify Plus beginnt laut derselben Seite bei 2.100 Euro im Monat.
Was ihr vor dem Angebot klärt
Wer diese sechs Antworten mitbringt, bekommt von jeder ernsthaften Agentur einen Festpreis statt einer Spanne. Bei uns kommt die Antwort innerhalb von 24 Stunden, den Rest klären wir in 30 Minuten. Aus 180 Projekten seit 2018 kennen wir genug Fälle, um zu wissen, an welcher Stelle eine Migration entgleist, und die liegt fast nie dort, wo der Kunde sie vermutet. Wie das bei den Betrieben ankommt, die es hinter sich haben, steht auf Trustpilot: 4,2 von 5 aus 21 Bewertungen.
- Wie viele Optionsachsen hat euer komplexestes Produkt? Alles über drei kostet extra.
- Wie viele URLs hat der alte Shop? Ein Crawl beantwortet das, bevor das erste Angebot geschrieben wird.
- Welche Apps und Tools hängen am Shop, und laufen sie über aktuelle Shopify-Schnittstellen?
- Gibt es Kundengruppen mit eigenen Preisen, und wenn ja, wie viele?
- Hat euer ERP eine dokumentierte Schnittstelle, und wer darf sie freischalten?
- Welche Zahlarten müssen mit, und laufen sie über Shopify Payments oder einen Drittanbieter?
Häufige Fragen
Was kostet eine Shopify-Migration bei 500 Produkten?
Ohne ERP-Anbindung und ohne Sonderlogik liegt so ein Projekt am unteren Rand des Marktes. Der Markt nennt für kleine Migrationen 3.000 bis 5.000 Euro, für kleine Shops bis 10.000 Euro. Entscheidend ist nicht die Zahl 500, sondern wie viele Varianten und Optionsachsen dahinterstehen und wie viele alte URLs weitergeleitet werden müssen.
Warum sind Varianten teurer als Produkte?
Jede Variante ist bei Shopify ein eigenes Objekt mit eigener SKU, eigenem Bestand und eigenem Preis. 600 Artikel mit fünf Größen und vier Farben ergeben rechnerisch 12.000 Varianten. Diese Datensätze müssen mit dem Bestand aus dem Altsystem zusammengeführt und geprüft werden. Der Import selbst ist schnell, die Kontrolle danach ist die Arbeit.
Was passiert, wenn mein Produkt vier Optionen hat?
Shopify erlaubt laut help.shopify.com maximal drei Optionen pro Produkt. Die vierte Achse muss aufgelöst werden: entweder in eigene Produkte, in Line Item Properties ohne eigenen Bestand, oder über einen selbst gebauten Konfigurator. Alle drei Wege kosten Geld und sollten im Angebot als eigene Position stehen.
Wie viele Weiterleitungen erlaubt Shopify?
Laut help.shopify.com maximal 100.000 URL-Weiterleitungen, auf dem Plus-Tarif 20.000.000. Der Import läuft per CSV. Feste Shopify-Pfade wie /products, /collections und /collections/all lassen sich nicht als Quelle einer Weiterleitung verwenden, ebenso wenig Adressen, die mit /cart, /orders oder /apps beginnen.
Wie lange dauert eine Migration?
Das hängt am Umfang. Ein dokumentiertes Praxisbeispiel aus dem Markt: ein Fashion-Shop mit 800 Produkten, ERP-Integration und 1.400 Weiterleitungen, umgezogen in acht Wochen für rund 12.000 Euro. Für Shopware 5 und 6 auf Shopify nennt dieselbe Quelle acht bis zwölf Wochen. Ohne Anbindung und mit sauberen Daten geht es schneller, mit mehreren Schnittstellen langsamer.
Was kostet Shopify danach im Monat?
Shopify nennt auf shopify.com für Deutschland 29 Euro monatlich für Basic, 82 Euro für Grow und 384 Euro für Advanced. Bei jährlicher Zahlung sind es 22, 62 und 289 Euro pro Monat. Shopify Plus beginnt bei 2.100 Euro monatlich. Dazu kommen Apps, die je nach Funktionsumfang schnell dreistellig werden.
Passt dazu
Woher die Zahlen kommen
- 12.500 Euro netto für die Migration von Shopware auf Shopify, ab 14 Tagen Entwickleraufwand Preisseite einer deutschen Migrations-Agentur, am 30.08.2026 abgerufen
- Gesamtspanne 3.000 bis 50.000 Euro, Shopware 5 und 6 auf Shopify 5.000 bis 20.000 Euro in acht bis zwölf Wochen, ERP-Integration 3.000 bis 12.000 Euro, Redirect-Management bei mehr als 1.000 URLs 1.500 bis 4.000 Euro, ab 500 zusätzlichen Produkten 2.000 bis 4.000 Euro, Praxisbeispiel 800 Produkte mit ERP und 1.400 Weiterleitungen in acht Wochen für rund 12.000 Euro Migrationsratgeber einer auf Shopify spezialisierten Agentur, am 30.08.2026 abgerufen
- Kleine Shops 4.000 bis 10.000 Euro, mittlere 10.000 bis 25.000 Euro, große ab 25.000 Euro Kosten-Guide einer deutschen E-Commerce-Agentur, am 30.08.2026 abgerufen
- Kleine Migration 3.000 bis 5.000 Euro, mittlere 5.000 bis 10.000 Euro, komplexe 10.000 bis 25.000 Euro, Eigenmigration etwa 200 bis 900 Euro im ersten Monat inklusive Tool, Tarif, Theme und Apps Migrationsseite einer Full-Service-Agentur, am 30.08.2026 abgerufen
- Shopware zu Shopify in der Praxis häufig zwischen 3.000 und 15.000 Euro Praxiswert einer Shopware-und-Shopify-Agentur, am 30.08.2026 abgerufen
- Typischer Budgetrahmen im deutschsprachigen Raum zwischen 15.000 und 40.000 Euro Migrations-Guide einer E-Commerce-Beratung im DACH-Raum, am 30.08.2026 abgerufen
- Nennt bewusst keinen öffentlichen Festpreis, sondern erst nach einem Blick ins System im Erstgespräch Migrationsseite einer Beratungsagentur ohne öffentliche Preisangabe, am 30.08.2026 abgerufen
- Maximal drei Optionen pro Produkt, wörtlich „Each product can have up to three options.", und bis zu 2.048 Varianten pro Produkt help.shopify.com
- Anhebung des Variantenlimits von 100 auf 2.048 am 15. Oktober 2025, Hinweis auf eingeschränktes oder fehlerhaftes Verhalten bei Apps ohne die unterstützten GraphQL-Produkt-APIs oberhalb von 100 Varianten shopify.dev Developer Changelog
- Maximal 100.000 URL-Weiterleitungen, auf dem Plus-Tarif 20.000.000, Import per CSV, keine Weiterleitungen von festen Shopify-Pfaden wie /products, /collections und /collections/all sowie von Adressen, die mit /cart, /orders oder /apps beginnen help.shopify.com
- Unterverzeichnisnamen lassen sich nicht ändern, wörtlich „Regardless of what domain you're using, the subdirectory names remain the same.", genannt werden /collections, /products und /pages help.shopify.com
- Tarifpreise Deutschland: Basic 29 Euro, Grow 82 Euro, Advanced 384 Euro monatlich, bei jährlicher Zahlung 22, 62 und 289 Euro, Plus ab 2.100 Euro monatlich shopify.com
- Shopware 5 mit Fehlerbehebungen, kleineren Verbesserungen und rechtlich notwendigen Anpassungen bis Ende Juli 2023, danach ein weiteres Jahr Security-Updates bis Ende Juli 2024 shopware.com
Stand: 30. August 2026.