Shopify kostet zwischen 22 und 289 Euro im Monat, Shopify Plus ab 2.100 Euro. Das ist die Zahl, die auf der Preisseite steht, und sie ist der kleinste Teil der Rechnung. Was ein Shop wirklich kostet, entscheidet sich bei den Kartengebühren je Bestellung, bei den Apps, die sich über die Jahre ansammeln, beim Theme und bei der Frage, wer den Shop baut. Hier stehen alle Posten nebeneinander, mit den Preisen von shopify.com, Stand Oktober 2026, und einem Rechenbeispiel für einen Shop mit 30.000 Euro Umsatz im Monat.
Die Tarife: was Shopify selbst verlangt
Shopify hat vier Tarife. Die Preise unten gelten bei jährlicher Zahlung; wer monatlich zahlt, zahlt etwa ein Drittel mehr, Basic etwa kostet dann 29 Euro statt 22. Alle Tarife enthalten den Shop selbst, Hosting, SSL-Zertifikat, Checkout und die Verkaufskanäle. Der Unterschied liegt in den Kartengebühren, der Zahl der Mitarbeiterkonten, Berichten und bei Advanced in Versandtarifen von Drittanbietern und der Anpassung nach Region.
Für die meisten Shops in Österreich und Deutschland ist Grow die richtige Stufe: fünf Mitarbeiterkonten, niedrigere Kartengebühren als Basic und alle Funktionen, die ein Shop mit mehreren Hundert Bestellungen im Monat braucht. Advanced lohnt sich, sobald der Unterschied bei den Kartengebühren die 227 Euro Aufpreis im Monat wieder einspielt, also ab etwa 230.000 Euro Umsatz im Monat. Plus ist für Unternehmen mit mehreren Shops, B2B-Katalogen oder einem Checkout, der bis ins Detail angepasst werden muss.
| Tarif | Monatlich bei Jahreszahlung | Kartengebühr online | Für wen |
|---|---|---|---|
| Basic | 22 Euro | ab 1,9 % + 0,25 Euro | Einzelunternehmer, erste Schritte |
| Grow | 62 Euro | ab 1,8 % + 0,25 Euro | Kleine Teams, bis zu 5 Mitarbeiterkonten |
| Advanced | 289 Euro | ab 1,7 % + 0,25 Euro | Hohe Umsätze, Versandtarife von Drittanbietern, Regionen |
| Plus | ab 2.100 Euro | ab 1,5 % + 0,25 Euro | Mehrere Shops, B2B, eigener Checkout |
Kartengebühren: der Posten, der mit dem Umsatz wächst
Bei jeder Zahlung behält Shopify Payments einen Prozentsatz plus 25 Cent ein. Das klingt klein und ist bei einem laufenden Shop der größte Posten. Bei 30.000 Euro Umsatz im Monat sind 1,8 Prozent 540 Euro, dazu kommen bei 600 Bestellungen noch einmal 150 Euro für die 25 Cent je Zahlung. Zusammen 690 Euro, mehr als das Zehnfache des Tarifs.
Wer die Zahlungen nicht über Shopify Payments, sondern über einen anderen Anbieter abwickelt, zahlt dessen Gebühren und zusätzlich eine Transaktionsgebühr an Shopify. In Österreich und Deutschland ist Shopify Payments in fast allen Fällen die günstigere Wahl, weil Klarna, Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay darüber laufen und keine zweite Gebühr anfällt. Rechnungskauf und Vorkasse sind Sonderfälle, die wir im Projekt einzeln prüfen.
Theme: gekauft oder eigen
Ein Theme aus dem Shopify Theme Store kostet einmalig zwischen 0 und rund 400 US-Dollar. Dafür bekommt ihr ein Design, das Hunderte andere Shops auch haben, und einen Baukasten, dessen Grenzen ihr spätestens beim ersten Sonderwunsch spürt. Jede Anpassung darüber hinaus ist Entwicklerarbeit am fremden Code.
Ein eigenes Theme kostet mehr und gehört euch. Design, Aufbau und Code sind auf eure Produkte zugeschnitten, es hängt keine Lizenz daran, und wenn der Shop wächst, wächst das Theme mit. Bei uns ist das eigene Theme Teil jedes Shops ab 7.000 Euro, inklusive Konzept, Design und Umsetzung.
Apps: die stillen Fixkosten
Der App Store ist Shopifys größte Stärke und die häufigste Kostenfalle. Bewertungen, Rechnungen, Versandetiketten, Mehrsprachigkeit, Bundles, Upselling: jede App kostet für sich wenig, meist zwischen 5 und 50 Euro im Monat. Zehn davon sind 200 bis 300 Euro im Monat, jeden Monat, und jede verlangsamt den Shop ein wenig mehr.
Deshalb prüfen wir vor dem Bau, was das Theme selbst übernehmen kann. Produktbundles, Größentabellen, Lieferzeiten oder ein Konfigurator lassen sich oft im Theme-Code lösen, einmalig bezahlt und ohne Abo. Für Rechnungen nach österreichischem oder deutschem Recht und für Versand mit mehreren Dienstleistern bleibt eine App meist die bessere Wahl.
- Rechnungen und Gutschriften: 10 bis 30 Euro im Monat, in Österreich und Deutschland praktisch Pflicht.
- Bewertungen: 0 bis 30 Euro im Monat, je nach Umfang.
- Versand mit Etiketten und Sendungsverfolgung: 20 bis 60 Euro im Monat.
- Mehrsprachigkeit: 0 bis 30 Euro im Monat, bei eigenem Theme oft gar nichts.
- Marketing und Upselling: 20 bis 100 Euro im Monat, häufig verzichtbar.
Rechenbeispiel: ein Shop mit 30.000 Euro Umsatz im Monat
Nehmen wir einen Shop im Grow-Tarif mit 600 Bestellungen zu je 50 Euro im Monat. Der Tarif kostet 62 Euro. Die Kartengebühren liegen bei 1,8 Prozent von 30.000 Euro, also 540 Euro, plus 600 mal 25 Cent, also 150 Euro. Dazu Apps für Rechnungen, Versand und Bewertungen mit zusammen etwa 100 Euro. Das sind rund 850 Euro im Monat, oder 2,8 Prozent vom Umsatz.
Diese Rechnung ist der Grund, warum der Tarif selten die richtige Frage ist. Wer von Basic auf Grow wechselt, zahlt 40 Euro mehr im Monat und spart bei 30.000 Euro Umsatz 30 Euro an Kartengebühren, dazu kommen die Mitarbeiterkonten. Wer eine App durch Theme-Code ersetzt, spart dauerhaft. Und wer den Shop so baut, dass mehr Besucher kaufen, verändert die Rechnung mehr als jede Gebühr.
| Posten | Im Monat | Anteil |
|---|---|---|
| Tarif Grow | 62 Euro | 7 % |
| Kartengebühren 1,8 % von 30.000 Euro | 540 Euro | 64 % |
| 25 Cent je Bestellung, 600 Bestellungen | 150 Euro | 18 % |
| Apps für Rechnungen, Versand, Bewertungen | 100 Euro | 12 % |
| Gesamt | 852 Euro | 2,8 % vom Umsatz |
Die Erstellung: selbst, Freelancer oder Agentur
Wer den Shop selbst aufsetzt, zahlt mit Zeit: Theme einrichten, Produkte anlegen, Rechtstexte, Zahlung, Versand, Steuern. Für einen kleinen Katalog ohne Sonderwünsche ist das ein Wochenende, für einen Shop mit Varianten, B2B-Preisen oder Warenwirtschaft nicht.
Am Markt kosten Shopify-Shops von Agenturen zwischen 3.000 und über 150.000 Euro, je nach Umfang und Anbindungen. Die Staffeln und Stundensätze dahinter haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengetragen. Bei uns beginnen Shops bei 7.000 Euro mit eigenem Theme, Checkout und Anbindung an Zahlung und Versand. Nach dem Erstgespräch steht ein fester Preis.
Was in Österreich und Deutschland dazukommt
Rechnungen mit allen Pflichtangaben, Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung, Datenschutzerklärung und ein Cookie-Hinweis, der den Namen verdient: Shopify bringt davon nur die Grundlagen mit. Rechtstexte kommen vom Anwalt oder von einem Dienst mit Aktualisierung, Rechnungen von einer App oder aus dem Theme, der Cookie-Hinweis aus Shopifys eigener Funktion oder einer App.
Für die Umsatzsteuer stellt Shopify die Sätze je Land ein, die Abführung bleibt eure Sache oder die eures Steuerberaters. Wer in beide Länder verkauft, braucht ab der Lieferschwelle das OSS-Verfahren. Das ist kein Shopify-Thema, aber es gehört in die Kostenrechnung, bevor der Shop live geht.
Häufige Fragen
Passt dazu
Woher die Zahlen kommen
- Tarife Basic 22, Grow 62, Advanced 289, Plus ab 2.100 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung; Basic 29 Euro bei monatlicher Zahlung; Kartengebühren 1,9 bis 1,5 Prozent plus 0,25 Euroshopify.com/de/preise, abgerufen am 14. Oktober 2026
- Agenturpreise von 3.000 bis über 150.000 Eurounser Beitrag „Was eine Shopify Agentur wirklich kostet“ mit den Quellen je Staffel
- App-Kosten, Rechenbeispiel und Theme-Lösungeneigene Projekte seit 2018, darunter GAMECHANGER Socks
Stand: 14. Oktober 2026.


